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 Zum 1. Mai - Gottesdienst in St. Johannis / Göttingen - 10.00 Uhr

In Göttingen darf niemand abgeschrieben werden -Zur Situation von Langzeitarbeitslosen in Südniedersachsen

Gottesdienst in St. Johannis - Göttingen anläßlich des 1. Mai / Beginn 10.00 Uhr / Predigt: Pastorin Christiane Scheller / Mitwirkende: Mitarbeiter aus diakonischen Einrichtungen des Kirchenkreises und Mitglieder des Ausschusses "Wirtschaft und Soziales" des Kirchenkreises Göttingen

Der Ausschuss "Wirtschaft und Soziales" des Kirchenkreistages Göttingen hat für den 1. Mai einen Gottesdienst zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit vorbereitet. Der Gottesdienst wird am 1. Mai um 10.00 Uhr in der St. Johannis - Kirche beginnen.

Im Vordergrund des Gottesdienstes steht der Protest gegen eine offene oder schleichende Ausgrenzung von arbeitslosen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. In den kirchlichen Sozialeinrichtungen, wie z.B. der Sozialberatung, der Neuen Arbeit Brockensammlung, der Straßensozialarbeit, der Drogenberatung und dem Migrationszentrum wird die anhaltend schlechte Arbeitsmarktsituation für Langzeitarbeitslose besonders wahrgenommen. Besondere Handicaps, wie Krankheit, Sprachprobleme und Alter verschärfen deutlich die Nachteile dieser Gruppe in unserer Gesellschaft.

Da hilft es wenig, dass nach Meinung unserer Bundesregierung die gute Konjunktur alle Probleme am Arbeitsmarkt schon lindern wird. Leider hat sich gerade entgegen der allgemeinen Konjunkturbelebung und der erhöhten Nachfrage am Arbeitsmarkt die Zahl der Langzeitarbeitslosen nur geringfügig verringert. Kürzungen im Bereich der sogenannten "Eingliederungshilfen" im Sozialgesetzbuch II sind darum nicht gerechtfertigt.

Daher ist der Ausschuss "Wirtschaft und Soziales" des Kirchenkreistages der Meinung, dass die Situation der Langzeitarbeitslosen es verlangt, dass die Fördermittel nicht gekürzt werden, sondern die bisher beschlossene Kürzung zurückgenommen werden muss. Vor Ort brauchen die JobCenter mehr Spielräume für Maßnahmen, die der regionalen Situation angepasst sind. Schließlich müssen langfristig geförderte und gesicherte Arbeitsmöglichkeiten neben oder zusätzlich zum freien Arbeitsmarkt erhalten bleiben. Ein-Euro-Jobs und Bürgerarbeit zeigen, dass es möglich ist, zusätzliche Tätigkeiten zu schaffen, durch die reguläre Arbeitsverhältnisse nicht gefährdet werden. Solche Beschäftigungsformen müssen vermehrt angeboten werden, und zwar ohne enge zeitliche Befristung.

Geförderte Beschäftigungsformen helfen nicht nur den Betroffenen, sondern in der Konsequenz hat unsere Gesellschaft davon sogar ökonomische Vorteile, da psychische Erkrankungen, Überschuldung, schlechte Entwicklungs- und Bildungschancen der Kinder vermieden werden. Prävention lohnt sich!

Der Ausschuss "Wirtschaft und Soziales" des Kirchenkreistages lädt hiermit herzlich zum Gottesdienst anläßlich des 1. Mai ein.

Zu diesem Thema hat der Ausschuss "Wirtschaft und Soziales" des Kirchenkreistages Göttingen eine Resolution erarbeitet, die sich an die Bundestagsabgeordneten der Region wendet. Sie finden diese Resolution über den folgenden link: RESOLUTION

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Foto-Ausstellung: Von Angesicht zu Angesicht / 11. bis 31. Mai 2011

Tilo Rausch in Göttingen
„Von Angesicht zu Angesicht“ – „Les gestes du bois“

11.Mai. -31.Mai.2011

Evangelisches Studienhaus (eshg)
Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Termine:

Vernissage und Eröffnung in der UMG am 11.5., 19.00 Uhr

Führungen mit Künstler. 13.5., 10.00 UMG; 14.00 eshg

Regelmäßige Öffnungszeiten:

eshg (Montags-freitags 9.00-14.00 Uhr)

UMG täglich 8.00-18.00 Uhr (Vor dem Andachtsraum des Klinikums / Bettenhaus 2, Ebene O)

Die Ausstellung zeigt zwanzig Schwarz -weiß-Fotografien zum Thema „Von Angesicht zu Angesicht“ in der UMG und fünfzehn Fotografien zum Zyklus „Les gestes du bois“ im Evangelischen Studienhaus (eshg). In einzigartiger und faszinierender Weise hat der Künstler aus der Sichtweise des Fotografens beide Themen umgesetzt und verschiedenste Stimmungen und Motive eingefangen. „Von Angesicht zu Angesicht“ lädt gerade die Besucher, Mitarbeiter, Patienten und Angehörige in der UMG zum Verweilen, Nachdenken und Schmunzeln ein. Dort das ausgemergelte und zerfurchte Gesicht des Kriegsveterans, dort das Liebespaar oder Vater und Sohn. Auf leichte und einfühlsame Weise will Rausch zum Nachdenken über das „Menschsein“, die eigene Biografie, das menschliche Leben an sich anregen.

Ganz anders die „les gestes du bois“. Hier geht es um Schöpfung und Schaffensprozesse in der Werkstatt des Schreiners und Tischlers. Intime Einblicke in den Umgang und das Verarbeiten mit Holz. Der Fotograf schaut hier den Handwerkern über die Schulter und hat mit seiner Foto-Linse stille, poetische Momente eingefangen. Das Ev. Studienhaus (eshg), die Klinikseelsorge und UMG zusammen mit der EEB (Ev. Erwachsenenbildung) laden zu einem Rundgang und Besuch der Ausstellung und Begegnung mit dem Künstler ein.

Zum Künstler

Tilo RAUSCH - kuenstlerische Photographie 

Seit nunmehr 23 Jahren uebt Tilo Rausch die Photographie berufsmaessig aus. Die Leidenschaft nahm ihren Lauf bereits im Alter von 16 Jahren waehrend eines Parisaufenthaltes. Im Anschluss daran erhielt er eine Auszeichnung der Photokina.

Spaeter in Frankreich den Ilford Photopreis. Im Laufe der Zeit wurden viele Aufnahmen als Postkarten, Kalender, Agenden, Buecher und in diversen Medien veroeffentlicht. (u.a. Heye Verlag, Ackermanns Kunstverlag, Schoeffling&Co, Artcolor). In Frankreich befinden sich zahlreiche seiner Aufnahmen in oeffentlichen Sammlungen.    

Zur aktuellen Ausstellung schreibt Tilo Rausch:

„die ausstellung ‘von angesicht zu angesicht’ beinhaltet das thema des menschlichen antlitzes. es geht um symbolhafte portraets in schwarz-weiss, die ihre individuellen biografien reflektieren und die menschen in den verschiedensten lebenssituationen darstellen: z.b. eine mutter und ihr soeben zur welt gebrachter sohn, der kriegsveteran, ein grossvater mit seinem kleinen enkelsohnoder eine putte mit einem auge als engelssymbol. mit diesen stillen bildnissen  moechte ich den betrachter zur meditation ueber unser menschsein und, was wir daraus machen, einladen. --

in der ausstellung ‘die geste und das holz’ geht es um eine poetische reportage, die ich in verschiedenen holzwerkstaetten hier in der auvergne realisiert habe. es handelt sich dabei um eine bildhafte schilderung der persoenlichen arbeitsatmosphaeren verschiedener moebeltischler. mir kam es besonders darauf an, die innigkeit und intimitaet der beziehung des materials holz und des menschen darzustellen. (im gegensatz zur entfremdeten beschaeftigung) darueber hinausgehend geht es fuer mich in dieser ausstellung um grundlegende werte:  schoepfungskraft, hingabe, ausdauer.“

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